Abothek Point: Raumdesign von Daniel Büchel 21. Juni 2016

Das Unvorhergesehene muss sich zu etwas Selbstverständlichem verdichten, so selbstverständlich, dass dem Gast als höchstes Kompliment die Frage bleibt: Dafür haben Sie einen Architekten gebraucht? Denn ein Lokal soll man nicht merken – aber man soll es sich merken. Es soll auf den Punkt genau sein; es soll aber nicht durch eitle Absichten belästigen. – Hermann Czech: Das Lokal

Was Hermann Czech, der ursprüngliche Architekt des Theatercafés, hier so schön auf den Punkt gebracht hat, war für Daniel Büchel immer schon Maxime.

Bei seiner Arbeit nimmt er stets so viel wie möglich vom Vorhandenen auf und realisiert durch dessen geschickte und subtile Adaptierung das maximale Raumpotential.

Beim Hotelprojekt „Magdas“ der Caritas im Wiener Prater hat er zum Beispiel aus den verkommenen Einbauschränken in den Zimmern dieses ehemaligen Pensionistenheims einen Großteil der Möbel gebaut. So schuf er nicht nur etwas stilvoll Überraschendes, sondern vor allem auch aufgrund den damit verbundenen geringen Kosten etwas, das bestmöglich dem Image einer caritativen Organisation entspricht.

Auch in der Abothek Point hat Daniel es geschafft, den nach späteren Umbauten teilweise verdecken Ansatz von Hermann Czech so gut wie möglich wieder freizulegen und unkonventionell Neues zu kreieren, das zu diesem urbanen Ort passt. Dafür wurde sowohl das vorhandene Mobiliar neu arrangiert und ergänzt, als auch Objekte, die sonst auf unseren Dachböden am verrotten waren, zu neuen (Licht-)Installationen kombiniert.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Abothek Point an diesem urbanen Ort mit Hilfe von Daniel so schön einrichten konnten und hoffen, dass sie sich als Nachtpferch etablieren kann.

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Abothek Point: Bar

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Abothek Point: Installation aus Kugelleuchten und Thonet-Barhockern

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Abothek Point: Lichtinstallation mit Fensterläden