Le Baron: Unser Chardonnay à la Bourgogne aus Hollenburg an der Donau 11. März 2018

Reden ist Silber, Trinken ist Gold, das ist unser Motto bei der Abothek.

Und deshalb reden wir nicht (nur), sondern bringen Euch seit Juni 2016 jeden Monat drei besonders selektierte Weine in einem edlen Künstlerkistl im Abo zum Selbertrinken nach Hause (siehe hier).

So haben wir inzwischen ein sehr breites und interessantes Spektrum an Weinen und Winzern aus ganz Europa im Programm gehabt und den Abo-Takern vorstellen können.
Dies war auch für uns ein sehr spannender Prozess und hat gezeigt, wie unterschiedlich Wein im Zusammenspiel von Sorte, Terroir, Machart und Persönlichkeit des Winzers sein kann.

Neben unserer Haupttätigkeit versuchen wir, unsere Philosophie auch mit anderen Projekten greifbar zu machen und so ergab es sich sehr gut, dass Abotheker Philipp bei einem spontanen Lesehelfereinsatz bei Walter Buchegger den aus dem Burgund stammenden und der Liebe wegen in Krems lebenden Önologen/Winemaker Charly Rol kennenlernte.
Daraus entwickelte sich bald eine sehr gute und inspirierende Freundschaft, denn Charly hatte sehr Interessantes zu berichten, wie man in der Burgund Wein macht und was die Unterschiede zu Österreich sind.
Schnell war die Idee geboren, auf diese Art in Österreich einen Wein zu machen, einfach, um zu sehen, was geht.

Als Philipp dann in seinem Heimatdorf Hollenburg Zugang zu einem Chardonnay-Weingarten bekam, war klar, das ist es: Die Lage Hüterpoint am Wetterkreuzberg in diesem traditionsreichen Weinort an der Donau hat kalkhaltige Böden (wie sonst selten in Österreich aber eben fast genau so wie in der Burgund) und das Klima mit den Einflüssen von der Donau und aus dem Pannonischen Raum passt auch ideal.
Charly hat sich sofort an die Weingartenarbeit gemacht und mit der Hilfe von Freunden, der Familie sowie vom Weinhof Hoch aus Hollenburg und dem Winzerhaus Hans Schöller aus Wagram wurden am 6. September 2017 kerngesunde Trauben geerntet.

 

 
Diese wurden schnellstens verarbeitet und der Most vergärte spontan ohne Beigabe von Zusätzen ideal durch.

Anschließend reifte der Wein (weiterhin ohne jegliche Zusätze, auch kein Schwefel) im Keller vom Weber Kurtl, dem letzten Hollenburger Hiata (= Hüter, das waren diejenigen, die bis in die 50er die Weingärten vor Plünderern bewahrten), in vom Charly für diesen Zweck speziell von ausgesuchten Burgunder Vorproduzenten bezogenen, gebrauchten Barriques.

 
Das schönste war, zwischendurch den Wein immer wieder aus den verschiedenen Barriques zu verkosten und seine Entwicklung und Reifung mitzuverfolgen:

 

 
Parallel zur Arbeit im Keller ging es bereits an die zweite Auflage vom „Le Baron“ – Jahrgang 2018: Siehe hier!

Am 11. August 2018 war es dann soweit: Wir konnten unseren „Le Baron“ beim Winzerhaus Schöller „auf die Flasche“ bringen. Das war sehr spannend für uns, weil hier zum ersten Mal die verschiedenen Barrique-Chargen, die alle einen unterschiedlichen Charakter haben, zum ersten Mal zusammenkommen.

 
Und wie schmeckt er? Wir sind sehr zufrieden: Nach Verkostungen in verschiedenen Kontexten und zu verschiedensten Speisen zeigt sich bereits jetzt, relativ kurz nach dem Füllen: Es ist ein wunderbarer Wein mit einer schönen Frucht und Säure aber auch einem außergewöhnlich eleganten Körper, der trotz Kraft auch einen wunderbaren Trinkfluß entwickelt.

Auch die staatliche Prüfnummer hat er schon bekommen, jetzt fehlt nur noch das Etikett.
Dazu können wir noch nicht so viel sagen, aber die ersten Vorentwürfe schauen sehr toll aus und wir freuen schon sehr, Euch die Endversion vom „Le Baron“ 2017, voraussichtlich im November, präsentieren zu können.

Bleibt dran, es bleibt spannend und wir freuen uns sehr, diese Reise mit Euch zu machen!